Rabattrechner: Endpreis, Ersparnis & Prozent berechnen
Ermittle sofort den reduzierten Preis, die Ersparnis in Euro oder den genauen Rabattprozentsatz. Drei Berechnungsmodi für Shopping, Einzelhandel und B2B-Einkauf – mit Rechenweg und Formel.
Rabatt berechnen
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Wofür dient ein Rabattrechner?
Ein Rabattrechner wandelt Rabattangaben in konkrete Eurobeträge um – und umgekehrt. Wer den ursprünglichen Preis und den Rabattprozentsatz kennt, erhält sofort den reduzierten Endpreis und die Ersparnis. Wer stattdessen zwei Preise hat, erfährt den dazugehörigen prozentualen Nachlass. Damit entfällt die fehleranfällige Kopfrechnung bei Preisnachlässen aller Art.
Die drei mathematischen Grundoperationen des Rechners lauten:
- Endpreis ermitteln: Endpreis = Ursprungspreis × (1 − Rabatt ÷ 100)
- Rabatt in Prozent ableiten: Rabatt % = ((Ursprungspreis − Endpreis) ÷ Ursprungspreis) × 100
- Ursprungspreis zurückrechnen: Ursprungspreis = Endpreis ÷ (1 − Rabatt ÷ 100)
Die Zielgruppen reichen von Endverbrauchern, die bei Sale-Aktionen und Sonderangeboten die tatsächliche Ersparnis prüfen, über Einzelhändler, die Aktionspreise und Werbekampagnen kalkulieren, bis hin zu Einkaufsabteilungen, die Lieferantenkonditionen und Mengenstaffeln bewerten. Im Direktvertrieb spielen Rabattstrukturen und Mengenrabatte eine besonders wichtige Rolle bei der Preiskalkulation.
Rabattrechner auf einen Blick
Drei Berechnungsmodi im Überblick
Der Rechner deckt alle Richtungen ab, in die eine Rabattberechnung laufen kann. Je nachdem, welche zwei der drei Werte bekannt sind, liefert er den fehlenden dritten.
Endpreis berechnen
Ursprungspreis und Rabattprozentsatz eingeben – der Rechner zeigt Endpreis und Ersparnis in Euro.
Rabatt % ermitteln
Ursprungspreis und Endpreis eingeben – der Rechner ermittelt den prozentualen Nachlass.
Ursprungspreis ermitteln
Endpreis und Rabattprozentsatz eingeben – der Rechner rechnet den Originalpreis zurück.
Rechenbeispiele mit dem Rabattrechner
Beispiel 1: Endpreis bei prozentualem Rabatt
Ausgangswerte: Jacke für 180,00 € · Rabatt 25 %
Rechnung: 180,00 × (1 − 25 ÷ 100) = 180,00 × 0,75 = 135,00 €
Ergebnis: Endpreis 135,00 € · Ersparnis 45,00 €
Beispiel 2: Rabattprozentsatz aus zwei Preisen
Ausgangswerte: Ursprungspreis 89,00 € · Aktionspreis 62,30 €
Rechnung: ((89,00 − 62,30) ÷ 89,00) × 100 = 30 %
Ergebnis: Der Rabatt beträgt exakt 30 %, die Ersparnis liegt bei 26,70 €.
Beispiel 3: Ursprungspreis zurückrechnen
Ausgangswerte: Endpreis 56,00 € · Rabatt 20 %
Rechnung: 56,00 ÷ (1 − 20 ÷ 100) = 56,00 ÷ 0,80 = 70,00 €
Ergebnis: Der Artikel kostete vor dem Rabatt 70,00 €. Die Ersparnis beträgt 14,00 €.
Beispiel 4: Mehrere Rabatte nacheinander
Ausgangswerte: Fernseher für 800,00 € · erst 15 % Aktionsrabatt, dann 10 % Newsletter-Gutschein
Rechnung Schritt 1: 800,00 × 0,85 = 680,00 €
Rechnung Schritt 2: 680,00 × 0,90 = 612,00 €
Ergebnis: Endpreis 612,00 € · Gesamtrabatt 23,5 % (nicht 25 %) · Ersparnis 188,00 €
Rabatt-Schnellreferenz: Gängige Prozentsätze
Die folgende Tabelle zeigt Ersparnis und Endpreis für häufig beworbene Rabattprozentsätze bei einem Beispielpreis von 100 Euro.
| Rabatt | Ersparnis (bei 100 €) | Endpreis | Faktor |
|---|
Typische Einsatzgebiete des Rabattrechners
Sale-Aktionen und Sonderangebote
Prozentwerte auf Preisschildern lassen sich schwer einschätzen. 30 % auf 149 Euro – ist das viel? Der Rechner zeigt sofort: 44,70 Euro Ersparnis, Endpreis 104,30 Euro. Diese Klarheit verhindert Impulskäufe bei scheinbar hohen Nachlässen und macht echte Schnäppchen sichtbar. Wer Produkte im Direktvertrieb verkauft, kann mit dem Rechner Kundenrabatte transparent darstellen und den tatsächlichen Preisvorteil belegen.
Aktionsplanung im Einzelhandel
Händler nutzen den Rechner in umgekehrter Richtung: Ausgehend von einem gewünschten Aktionspreis und dem regulären Verkaufspreis ermitteln sie den passenden Rabattprozentsatz für Werbemittel. Bei einem Zielpreis von 69 Euro für einen Artikel mit 99 Euro Normalpreis ergibt sich ein Rabatt von rund 30,3 % – eine psychologisch wirkungsvolle Schwelle. Auch Direktvertrieb-Firmen kalkulieren ihre Aktionspreise und Sonderangebote auf Basis solcher Rabattberechnungen.
B2B-Einkauf und Konditionenvergleich
Einkäufer vergleichen Angebote verschiedener Lieferanten, die unterschiedliche Rabattstrukturen anbieten: Mengenrabatte, Frühbucherpreise, Saisonrabatte oder Skonti. Der Rechner macht diese Konditionen in Euro vergleichbar und zeigt, welches Angebot tatsächlich das günstigste ist. Für die Kalkulation von Verkaufsprovisionen steht ergänzend der Provisionsrechner zur Verfügung.
Staffelrabatte und Großbestellungen
Bei Mengenrabatten mit gestaffelten Sätzen – etwa 5 % ab 10 Stück, 12 % ab 50 Stück, 18 % ab 100 Stück – berechnet der Rechner für jede Stufe den Stückpreis und Gesamtpreis. So lässt sich beurteilen, ab welcher Menge sich die nächste Rabattstufe wirtschaftlich lohnt.
Praxis-Tipp für Staffelrabatte: Manchmal ist es günstiger, die Mindestmenge der nächsten Stufe zu bestellen, selbst wenn du nicht alle Einheiten benötigst. Der Rechner hilft, diesen Break-Even-Punkt zu finden.
Typische Rechenfehler bei Rabatten
Aufeinanderfolgende Rabatte addieren
Der häufigste Fehler: Zwei Rabatte von 20 % und 10 % werden zu 30 % zusammengezählt. In Wirklichkeit ergibt sich ein Gesamtnachlass von nur 28 %. Der Grund: Der zweite Rabatt bezieht sich nicht auf den Originalpreis, sondern auf den bereits reduzierten Betrag. Bei 100 Euro: erst 80 Euro, dann davon 10 % abgezogen ergibt 72 Euro – nicht 70 Euro.
Rabatt vom Bruttopreis statt Bezugspreis rechnen
Wer den Rabattprozentsatz auf den falschen Ausgangswert anwendet, erhält verzerrte Ergebnisse. Der Rabatt bezieht sich immer auf den angegebenen Referenzpreis. Seit der novellierten Preisangabenverordnung (PAngV) vom Mai 2022 muss bei Preisermäßigungen gegenüber Verbrauchern der niedrigste Preis der letzten 30 Tage als Bezugspreis dienen.
Scheinrabatte nicht erkennen
Eine hohe Prozentzahl auf einen künstlich aufgeblähten Listenpreis kann mehr Nachlass suggerieren, als tatsächlich vorliegt. Der Rechner liefert mathematisch korrekte Werte, kann aber nicht bewerten, ob der Ausgangspreis realistisch ist. Ein Vergleich mit den Preisen anderer Anbieter bleibt unverzichtbar.
Absolute und relative Ersparnis verwechseln
50 % Rabatt klingt gewaltig. Auf einen Artikel für 10 Euro sind das allerdings nur 5 Euro Ersparnis. Umgekehrt bringen 8 % auf einen Warenwert von 2.000 Euro eine Ersparnis von 160 Euro. Der Rechner zeigt bewusst beide Werte – Prozent und Euro – damit die tatsächliche Dimension erkennbar wird.
Achtung bei Gutschein-Kombinationen: Viele Shops schließen die Kombination von Aktionsrabatten mit Gutscheincodes aus. Prüfe vor der Kalkulation die jeweiligen Nutzungsbedingungen, damit der errechnete Endpreis auch tatsächlich im Checkout angewendet wird.
Rabatt und Skonto: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Beide Begriffe bezeichnen einen Preisnachlass, unterscheiden sich aber im Auslöser. Ein Rabatt wird als Kaufanreiz auf den Verkaufspreis gewährt – etwa bei Sonderaktionen, Mengenabnahme oder Treueprämien. Skonto hingegen ist ein Zahlungsnachlass: Wer eine Rechnung innerhalb einer bestimmten Frist begleicht, erhält typischerweise 2 bis 3 % Abzug.
Rechnerisch funktionieren beide Formen identisch: Der Prozentsatz wird auf den jeweiligen Betrag angewendet. Wirtschaftlich hat Skonto jedoch eine besondere Bedeutung, denn auf Jahresbasis hochgerechnet entspricht ein 2-%-Skonto bei 10 Tagen Zahlungsziel einer beachtlichen Verzinsung. Der Rechner eignet sich daher auch zur schnellen Kalkulation von Skontobeträgen. Selbstständige und Vertriebspartner sollten Skontoabzüge in ihrer steuerlichen Dokumentation korrekt erfassen.
Häufig gestellte Fragen zum Rabattrechner
Wie berechne ich den Endpreis bei einem prozentualen Rabatt?
Den Ursprungspreis mit dem Faktor (1 − Rabatt ÷ 100) multiplizieren. Beispiel: 200 Euro mit 25 % Rabatt ergibt 200 × 0,75 = 150 Euro. Die Ersparnis beträgt 50 Euro. Der Rechner zeigt beide Werte automatisch an.
Wie ermittle ich den Rabattprozentsatz aus zwei bekannten Preisen?
Die Differenz zwischen Ursprungs- und Endpreis durch den Ursprungspreis teilen, dann mit 100 multiplizieren. Bei einem Ursprungspreis von 80 Euro und einem Aktionspreis von 60 Euro lautet die Rechnung: (80 − 60) ÷ 80 × 100 = 25 %. Im Rechner den Modus „Rabatt % ermitteln" auswählen.
Kann ich mehrere aufeinanderfolgende Rabatte korrekt berechnen?
Ja, indem du den Rechner nacheinander verwendest. Erst den ersten Rabatt anwenden, dann das Ergebnis als neuen Ursprungspreis für den zweiten Rabatt einsetzen. Wichtig: 20 % + 10 % ergeben nicht 30 %, sondern 28 % Gesamtrabatt, da der zweite Nachlass auf den bereits reduzierten Preis berechnet wird.
Was ist der Unterschied zwischen Rabatt und Skonto?
Rabatt ist ein Preisnachlass beim Kauf (z. B. Mengenrabatt, Aktionsrabatt). Skonto ist ein Zahlungsnachlass für schnelle Bezahlung (z. B. 2 % bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen). Mathematisch werden beide gleich berechnet – der Rechner funktioniert für beide Fälle.
Wie erkenne ich, ob ein Rabatt wirklich günstig ist?
Der Rechner zeigt den mathematisch korrekten Endpreis. Ob das Angebot tatsächlich günstig ist, hängt vom Marktpreis ab. Seit Mai 2022 müssen Händler gemäß Preisangabenverordnung (PAngV) bei Preisermäßigungen den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Vergleichswert angeben. Ergänzend hilft ein Blick auf Preisvergleichsportale.
Kann ich den Rabattrechner auch für Mengenrabatte und Staffelpreise verwenden?
Ja. Für jede Mengenstaffel den Stückpreis als Ursprungspreis und den Staffelrabatt als Rabattprozentsatz eingeben. Das Ergebnis mit der gewünschten Stückzahl multiplizieren, um den Gesamtpreis der Staffel zu erhalten. So lassen sich verschiedene Rabattstufen direkt miteinander vergleichen. Für die anschließende Provisionskalkulation eignet sich der Provisionsrechner.