KGV-Rechner – Kurs-Gewinn-Verhältnis berechnen | 9b.de

KGV-Rechner – Kurs-Gewinn-Verhältnis berechnen

Trage Börsenkurs und Unternehmensgewinn je Aktie ein – unser Tool liefert dir innerhalb von Sekunden eine farblich codierte Einschätzung. Komplett kostenlos, kein Account nötig.

Kurs-Gewinn-Verhältnis ermitteln

Börsenkurs ÷ EPS = KGV

📈 Du willst nicht nur Aktien analysieren?

Über 300 Kryptowährungen handeln – ab 0 € Depotgebühr. Jetzt Konto eröffnen und sofort loslegen.

Jetzt Bitcoin & Krypto kaufen*

Drei Schritte zur Aktien-Bewertung

1

Kurs eintragen

Öffne dein Börsenportal, kopiere den aktuellen Preis und füge ihn ins erste Feld ein.

2

EPS ergänzen

Suche den Gewinn je Anteilsschein im Geschäftsbericht oder auf einem Finanzportal.

3

Ergebnis ablesen

Das Tool zeigt dir eine farblich codierte Bewertung mit kurzer Erläuterung.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einfach erklärt

Das KGV drückt aus, mit welchem Vielfachen des Jahresgewinns eine Aktie an der Börse gehandelt wird. Dafür setzt du den Börsenkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Anteilsschein (Earnings per Share, kurz EPS).

KGV = Börsenkurs ÷ Gewinn je Aktie

Rechenbeispiel: 80 € ÷ 4 € = KGV 20

Liegt der Wert niedrig, handelt der Markt das Papier vergleichsweise preiswert. Eine hohe Kennzahl signalisiert dagegen erhöhte Erwartungen an künftiges Wachstum – oder eine mögliche Überteuerung. Aussagekräftig wird das KGV erst durch den direkten Vergleich mit anderen Titeln derselben Branche und dem Gesamtmarkt.

Bewertungsstufen: preiswert, moderat oder teuer?

Preiswert

< 12

Der Markt bewertet das Unternehmen verhalten. Häufig ein Einstiegssignal – prüfe jedoch, ob strukturelle Probleme hinter dem niedrigen Wert stecken.

Moderat

12 – 16

Die Bewertung bewegt sich im historischen Mittel. Typisch für etablierte Konzerne mit berechenbarer Ertragslage und solidem Geschäftsmodell.

Ambitioniert

> 16

Anleger zahlen einen Aufpreis für erwartetes Wachstum. Ob der Premium gerechtfertigt ist, zeigt sich erst im Sektorvergleich und bei Betrachtung der Ertragshistorie.

Merke: Isoliert betrachtet liefert das KGV lediglich einen ersten Anhaltspunkt. Eine belastbare Einschätzung entsteht erst in Kombination mit Bilanzstärke, Cashflow-Entwicklung und dem Branchendurchschnitt.

Datenquellen für Kurs und EPS

Den aktuellen Börsenkurs liefert jede gängige Handelsplattform oder Finanz-App – darunter etwa die Kursseiten deines Online-Brokers, Börse Frankfurt oder Yahoo Finance. Der Wert aktualisiert sich während der Handelszeiten laufend.

Den Gewinn je Anteilsschein (EPS) veröffentlicht jedes börsennotierte Unternehmen im Rahmen seines Jahres- oder Quartalsabschlusses. Diese Berichte stehen auf der Investor-Relations-Webseite des Emittenten bereit. Große Finanzportale aggregieren die EPS-Daten zusätzlich in ihren Aktienprofilen – achte dabei darauf, ob es sich um historische oder prognostizierte Werte handelt.

Darum gehört das KGV in jede Aktienanalyse

Die Kennzahl stellt den einfachsten Brückenschlag zwischen Marktpreis und operativem Ertrag her. Durch den sektorinternen Vergleich lassen sich Unter- und Überbewertungen schnell identifizieren, ohne gleich eine vollständige Bilanzanalyse durchführen zu müssen.

Hohe KGVs im Technologiesektor

Software-, Halbleiter- und Cloud-Unternehmen stecken einen Großteil ihrer Einnahmen in Forschung und Expansion. Aktuelle Gewinne fallen dadurch schmaler aus, während der Markt überdurchschnittliches Ertragswachstum einpreist. Dividenden spielen in diesem Segment kaum eine Rolle, weil verfügbares Kapital bevorzugt reinvestiert wird.

Schnäppchenjagd per KGV-Analyse

Ein auffällig niedriger Multiplikator kann auf eine vorübergehende Unterbewertung hinweisen. Allerdings existiert kein automatischer Kaufgrund: Manche Titel sind aus guten Gründen billig – etwa wegen schrumpfender Margen oder regulatorischer Risiken. Stelle deshalb immer den Sektorvergleich an und ziehe weitere Bilanzkennzahlen heran.

Ergänzende Bewertungskennzahlen im Überblick

Wer sich allein auf einen einzigen Multiplikator verlässt, riskiert Fehleinschätzungen. Die folgende Tabelle fasst die gängigsten Ergänzungskennzahlen zusammen, die dein Bild vom Unternehmen abrunden:

Kennzahl Kürzel Bedeutung
Kurs-Buchwert-Verhältnis KBV Setzt den Börsenkurs ins Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital je Aktie. Werte unter 1 signalisieren eine mögliche Substanz-Unterbewertung.
Kurs-Umsatz-Verhältnis KUV Misst den Aktienkurs relativ zum Erlös je Anteil. Besonders aufschlussreich bei jungen Firmen, die noch keinen stabilen Gewinn ausweisen.
Dividendenrendite Gibt an, welchen Ertrag die jährliche Ausschüttung gemessen am aktuellen Kursniveau liefert.
Eigenkapitalquote Prozentualer Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme – ein Gradmesser für die finanzielle Widerstandsfähigkeit.
Gewinnwachstumsrate Zeigt die prozentuale Veränderung des Ertrags über einen definierten Zeitraum und bildet die Dynamik des Geschäfts ab.
Eigenkapitalrendite ROE Drückt aus, wie effektiv das eingesetzte Eigenkapital in Gewinn umgewandelt wird.
Freier Cashflow FCF Verbleibende Mittel nach Abzug sämtlicher Investitionsausgaben – entscheidend für Dividendenfähigkeit und Schuldentilgung.
Price/Earnings-to-Growth PEG Stellt das KGV dem erwarteten Gewinnwachstum gegenüber. Ein PEG unter 1 gilt als Signal für eine wachstumsbereinigte Unterbewertung.
Marktkapitalisierung Gesamter Börsenwert aller ausgegebenen Anteile – zentral für die Einordnung nach Unternehmensgröße (Large, Mid, Small Cap).

Häufige Fragen rund um den KGV-Rechner

Wie wird das KGV einer Aktie ermittelt?

Zur Ermittlung teilst du den Börsenkurs einer Aktie durch den Unternehmensgewinn je Anteilsschein. Steht der Kurs bei 80 € und liegt der EPS bei 4 €, beträgt das KGV 20. Diese Zahl drückt aus, mit welchem Vielfachen des Jahresgewinns die Aktie gehandelt wird.

Woher stammen Börsenkurs und EPS?

Den Kurs liefert jede gängige Finanz-App oder Handelsplattform in Echtzeit. Den Gewinn je Anteilsschein veröffentlicht das Unternehmen im Geschäftsbericht auf der eigenen Investor-Relations-Seite. Viele Börsenportale fassen beide Werte übersichtlich zusammen.

Lässt sich das KGV auf ETFs und Indexfonds anwenden?

Grundsätzlich ja – dafür wird der Fondskurs durch den gewichteten Gewinn je Anteil geteilt. Da ein ETF jedoch Dutzende oder Hunderte Einzeltitel bündelt, ist die Datenerhebung aufwendiger. Große Datenanbieter weisen das gewichtete KGV deshalb bereits fertig aus.

Weshalb liegt das KGV im Tech-Sektor über dem Durchschnitt?

Der Markt preist bei Software- und Halbleiter-Unternehmen überdurchschnittliches Wachstumspotenzial ein. Ein großer Teil der Erträge fließt in Produktentwicklung statt in Ausschüttungen, wodurch der laufende Gewinn geringer ausfällt und der Multiplikator entsprechend steigt.

Wie häufig sollte die Berechnung wiederholt werden?

Ein Update lohnt sich nach jedem veröffentlichten Quartalsergebnis sowie bei spürbaren Kursveränderungen. Wer langfristig investiert, kommt mit einer halbjährlichen Kontrolle aus. Kurzfristig orientierte Anleger prüfen den Multiplikator deutlich häufiger.

Reicht das KGV allein als Kaufsignal?

Nein. Ein niedriger Multiplikator kann auf eine Unterbewertung hinweisen, stellt aber für sich genommen keinen Kaufgrund dar. Ziehe stets weitere Kennzahlen heran – etwa KBV, PEG-Ratio oder Freien Cashflow – und vergleiche das Ergebnis mit dem Branchenmedian.

Fazit: Das KGV als Startpunkt deiner Analyse

Der Gewinnmultiplikator gehört zu den meistgenutzten Bewertungsmaßstäben an der Börse – und das aus gutem Grund: Zwei Zahlen genügen, um einen ersten Eindruck vom Preis-Leistungs-Verhältnis einer Aktie zu gewinnen. Genau deshalb eignet sich das KGV hervorragend als Einstieg in die Fundamentalanalyse.

Gleichzeitig greift eine einzelne Kennzahl allein zu kurz. Erst im Zusammenspiel mit Bilanzstärke, Cashflow-Dynamik und der Wettbewerbsposition entsteht ein belastbares Gesamtbild. Nutze diesen Rechner als Ausgangspunkt – und baue deine Entscheidung auf einer breit aufgestellten Analyse auf.

Weitere kostenlose Rechner

Du nutzt Kennzahlen regelmäßig für Finanz- und Geschäftsentscheidungen? Dann könnten diese Tools ebenfalls hilfreich sein:

Wer neben der Geldanlage ein Geschäftskonto für Selbstständige sucht, findet dort einen aktuellen Vergleich mit Konditionen und Erfahrungsbericht.